Mittwoch 29. April 2026, 23 - 02 Uhr
Ein warmer Hauch strömt aus dem ambient jazz café, durchzieht blaue Neonluft und trägt uns durch die Geometrie des Stadtbildes, vorbei an stiller Natur, hinauf in den Äther. Süßer Rauch wabert aus Wolken hervor, vermischt sich mit dem Atem der See und pulsiert in der nächtlichen Atmosphäre zu den tiefsten Rhythmen des Bodyjazz. Unser Herz folgt der Bewegung der Körperfusion, wie ein leiser Strom, der sich durch die Nacht und das Leben zieht. Maya DJ legt auf.

Foto: Antje-Maya Hirsch
Sonntag, 19. April 2026, 17 – 18 Uhr
Mein rosaroter Index – Songs, die nicht gehen.
Lieder auf dem Index: Mein rosarotes Liebeslied hat sich in diesem Monat solchen Songs gewidmet, die keiner mehr so heute schreiben würde oder so hören möchte.
Es geht weniger um Musiktitel, die sowieso ohne Gnade auf die Musikmüllhalde verbannt werden können, als um diese wenig achtsamen, so dahin gesungenen Ausrutscher, die man nun noch ein letztes Mal in ihrer unsäglichen Tragweite anhört, um sie danach für immer von der Playlist des rosaroten Liebeslieds zu streichen. Tony Riga und Floyd laden ein zur Farewell-Stunde...
My rosaroter Index – Songs That No Longer Fit.
Songs on the Index: This month, “Mein rosarotes Liebeslied” has turned its attention to songs that no one would write anymore — or want to hear like this anymore.The Programme is less about songs that can be mercilessly banished to the musical scrapheap anyway, and more about those thoughtless, half-hearted slip-ups that we’re today listening to for one last time in all their unspeakable significance, only to remove them from the Rosarotes Liebeslied playlist forever.
Tony Riga and Floyd invite you to a farewell hour...
tony-riga.de/

Foto: Tony Riga
Sonntag, 26. April 2026, 14 - 15 Uhr
Lesung und Musik im Radio
radio x nimmt die Hörer*innen mit auf eine besondere literarische Reise: Verschiedene Sendungsmacher*innen wie Peter Fey, Tomas Fey, Annegret Freitag, Kirsi Hechler, Cornelia Heier, Eick Hoemann, Thomas Knecht, Verena Kuni, Jens Maurer, Jörg Ritter, Dagmar Stenzel oder Nadine Zeidler lesen kurze Ausschnitte aus “Gott und die Welt. Aufzeichnungen aus der Wiesenau” von Marie Luise Kaschnitz. Zwischen den Passagen verbinden Musik- und Soundcollagen die Texte zu einem vielstimmigen, lebendigen Hörerlebnis. So wird Literatur hörbar – auf eine Art, die nur radio x möglich macht.
Realisation: Peter Fey, Musik: Collectionism
Die Sendung ist Teil des Lesefestivals “Frankfurt liest ein Buch 2026”, das zwischen dem 20. April und 3. Mai über 100 Veranstaltungen rund um Kaschnitz’ autofiktionale Prosa präsentiert. Die Themen variieren von Wohnungsnot und Häuserkampf über die Frankfurter Literaturszene Nachkriegsdeutschlands, in der Marie Luise Kaschnitz prägend gewirkt hat, bis hin zu persönlichen Erinnerungen von Zeitzeug*innen. Die Bandbreite an Veranstalter:innen, Spielorten, Mitwirkenden und Formaten ist auch im 17. Jahr des Festivals wieder sehr groß. Die Angebote reichen von der Buchvorstellung im Seniorentreff bis zur Rezeption von Briefen an Siegfried Unseld aus dem Literaturarchiv der Universität, von der Gartenlesung am Günthersburgpark bis zum Kaschnitz-Abend in den Kammerspielen des Schauspiel Frankfurt. Das Programm ist inklusiv, generationenübergreifend und bietet viel Raum, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Das komplette Programm sowie weitere Infos zum Festival findet ihr auf frankfurt-liest-ein-buch.de Weniger anzeigen

Sonntag, 26. April 2025, 12 - 14 Uhr
Mit der Indienkennerin Sigrid Pfeffer, gerade zurückgekehrt aus dem Land, begeben wir uns auf eine musikalische und kulturelle Reise durch Indien. Und sie hat etwas ganz Besonderes mitgebracht: Beim Vintage Soundsystem wird sie sich mit „Blue Notes from India“ erst der frühen Geschichte des Jazz in Indien widmen und dann das aktuelle Jazzgeschehen vorstellen, speziell den Schlagzeuger und Komponisten Tarun Balani aus Neu-Delhi, der in Frankfurt ein Konzert gibt. Wir erinnern an Asha Bhosle und stellen Musik aus der Serie „Bait“ mit Riz Ahmed in der Hauptrolle vor.

Foto: Tarun Balani, Fotocredit: Mohit Kapil
Sonntag 26. April 2026, 21 - 22 Uhr
Montag, 4. Mai, 16 - 17 Uhr (Wdh.)
Heute geht´s um eine Zeitgenossin von Mozart: Maria Theresia Paradis (1759 – 1824), eine Pianistin, Organistin, Sängerin, Komponistin und Musiklehrerin, die, und das ist das Außergewöhnliche an ihr, mit drei Jahren erblindete. Trotz dieser Beeinträchtigung gelang es ihr, eine der erfolgreichsten Konzertpianistinnen ihrer Zeit zu werden, und Komponisten wie Mozart, Haydn und Salieri schrieben für sie Stücke, die sie zur Uraufführung brachte, bevor sie später eine Blindenschule gründete, um dort Mädchen und junge Frauen in Musik zu unterrichten. Leider sind von ihr nur wenige Kompositionen überliefert; wir wissen aber inzwischen, dass sie mehrere Opern, Lieder, Kammermusiken und vieles mehr geschrieben hat. Grundlage hierfür war ein von ihr entwickeltes Tastalphabet sowie ein Notenbrett, ähnlich einem Setzkasten, in das sie Noten einlegen und so Musik im Wortsinne begreifen konnte. Mit ihrem Tastalphabet bewies sie erstmalig, dass blinde Menschen lernen können, mit den Händen zu schreiben und zu lesen, ein Gedanke, der essenziell für die weitere Blindenpädagogik wurde. Wer mehr über Maria Theresia Paradis wissen will, sei auf die folgenden Homepages verwiesen:
https://www.newmusesproject.com/maria_teresia_von_paradis
https://www.sophie-drinker-institut.de/paradis-theresia
http://www.ma-ha-schulze.de/index.php?menuid=0&reporeid=134.

Faustine Parmantié: Maria Theresia Paradis (1784), Bildquelle Wikipedia.
Mitttwoch, 22. April 2026, 19 - 21 Uhr
Donnerstag 23. April, 10 - 12 Uhr (Wdh.)
Heute gibt es die zweite Ausgabe einer Welt- und Zeitreise. Der Zeitrahmen die 1940er Jahre bis in die Neuzeit.
Mit dabei heute besonders viele Stilmischungen komponiert von Künstlern die die verschiedensten Musiktraditionen als Ausgangspunkt ihrer Werke genommen und damit neue
Kompositionen geschaffen haben - wie ich finde immer respektvoll und wenn nicht – dann gerne auch mit gewaltigen Seitenhieben auf die Hörgewohnheiten und Vorurteile der eigenen Volksgruppe.
Am Mikrofon ist euer CCC – der mal wieder keine Zeit und Mühen gescheut hat – euch unterhaltsam durch die Zeit und Kontinente zu führen – lasst euch – wie immer – überraschen.

(c) Peter Kaiser