Sendetipps

Freitag, 20. Mai 2022, 21-23 Uhr

InterSoundCasino

Hallo Reinhard! Alles Jazz?

Diese Frage beantwortet das InterSoundCasino, Herr Kaufmann und Herr Martin, in der Zeit von 21:00 bis 23:00 Uhr.

Sonntag, 22. Mai, 21-22 Uhr

Montag, 6. Juni, 16-17 Uhr (Wdh.)

Klass!k jetzt

Nein, einen guten Ruf hat die Katzenmusik wahrlich nicht: Der Duden spricht von “misstönender Musik mit Disharmonien und jaulenden Tönen”, und bei Wikipedia heißt es, dass darunter “ungewöhnliche Musik oder Lärmmusik verstanden (wird), die meist aus einem Durcheinanderklingen verschiedener Töne und Geräusche besteht.” Jedoch waren unzählige Musiker aus allen Jahrhunderten intensive Katzenfreunde und haben sich bei ihren Kompositionen von ihren Lieblingen inspirieren lassen, was zu vielen außergewöhnlichen kleinen und großen musikalischen Wunderwerken führte. Einige davon werden wir in dieser Sendung zu Gehör bringen, darunter die berühmte Katzenfuge von Domenico Scarlatti, das Gioachino Rossini zugeschriebene Humoristische Duett für zwei Katzen, Stücke von Benjamin Britten, Igor Strawinski, Mátyás Seiber, Eric Satie, Samuel Barber und anderen… und wenn wir es zeitlich schaffen, werden wir am Ende sogar ein Stück für die Hundefreunde unter unseren Hörern spielen.

 

Montag, 23. Mai, 18-19 Uhr

Xinemascope Sondersendung 

Vom 24. bis 29. Mai präsentiert sich das Filmland Japan zum 22. Mal beim Nippon Connection. Und endlich auch wieder im Kino und nicht nur online. Zu Gast wird unter anderem der Schauspieler Masatoshi NAGASE sein, der schon in Jim Jarmuschs Mystery Train mitgespielt hat. Das Festivalteam navigiert uns während der Sendung durch den Dschungel des Programms, der wieder das breite Spektrum des japanischen Kinos von Mainstream bis Underground abdecken wird. 

Mittwoch, 01. Juni von 15-16 Uhr

WortWellen

In der Zeitschrift "Die Horen" forderte Christoph Cox unlängst, "den Schreiber nicht als Universalgelehrten (doctus) oder 'Seher' (vates), sondern als nicht privilegierten Handwerker aufzufassen. (...) Statt den kreativen Sonderstatus Einzelner zu fördern, bedeutete dies, den Schaffensprozess zu kollektivieren - gemeinsam gegen Missstände anzuschreiben (...)."

Die WortWellen widersprechen energisch. Schreibende sind autonom, oder sie sind falsch in dem Geschäft. Das Kollektiv hat Anspruch auf die Ressource Literatur, so wie Bäuerinnen und Bauern Anspruch auf den von ihnen bestellten Boden haben. Was zweierlei impliziert: Der Boden ist nicht ihr Besitz (er gehört keinem). Und sie sind nicht der Boden. Der Zusammenhang zwischen Schreibenden und Allgemeinheit ist nichtdestoweniger eng, wie Hanna Delf bezüglich Gustav Landauer sagt: "Dichtung ist per definitionem eine Angelegenheit des öffentlichen Interesses", woraufhin sie Landauer zitiert: "Kein Dichter, kein Denker hat eine Sache, (...) die nicht das öffentliche Leben anginge." Ebenfalls in "Die Horen" schreibt die US-amerikanische Lyrikerin Ellen Hinsey: "Dichter haben kraft ihrer Existenz Teil am Leben ihrer Mitmenschen."

Soll schreiben, wer immer Spaß dran hat. Daneben gibt es Menschen, für die ist Schreiben das eigene Gesetz (auto nomos). Von denen gibt es Einzelne, die zu einem bestimmten Zeitpunkt das Maß geben dafür, was im Schreiben möglich ist. Zwei von ihnen - beide Lyriker - sind heute zu hören: Farhad Showghi und Joachim Durrang. Ein poeta doctus und ein vates, könnte man meinen. Und dann tauschen die Zuschreibungen einfach die Plätze. Sagen wir Dichter zu ihnen.

Wenn die Gesellschaft sich in ihrer Dichtung nicht mehr wiedererkennt, sich aus ihr nicht mehr belehrt, hat sie vielleicht ein Problem. Das Problem, dass es die Dichtung nicht mehr gäbe, besteht nicht. Hier isse. Für dich. Sie gehört dir nicht - weil sie allen gehört.

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Farhad Showghi und Joachim Durrang © Ewart Reder 

Freitag 03. Juni 2022, 21-23 Uhr

Fritz deutschlanD e.V.

Gedanken ziehen im inneren vorbei wie im aussen die Landschaft. Die Bewegung bewegt und lässt Worte fliessen. Sie entspringen einem Strom von Erinnerungen, Assoziationen und vorbeihuschenden Erkenntnissen. Nur durch hastiges notieren können sie an der Oberfläche bleiben - ist der Stift zu langsam versinken sie so schnell wie sie sich zeigten, eventuell auf immer, im trüben Wasser des Vergessens.

Gänge durch Gedanken. Zwischen den Gängen: Musik.
Erlaufen, erdacht und notiert von C.Qu.