Sonntag 26. April 2026, 21 - 22 Uhr
Montag, 4. Mai, 16 - 17 Uhr (Wdh.)
Heute geht´s um eine Zeitgenossin von Mozart: Maria Theresia Paradis (1759 – 1824), eine Pianistin, Organistin, Sängerin, Komponistin und Musiklehrerin, die, und das ist das Außergewöhnliche an ihr, mit drei Jahren erblindete. Trotz dieser Beeinträchtigung gelang es ihr, eine der erfolgreichsten Konzertpianistinnen ihrer Zeit zu werden, und Komponisten wie Mozart, Haydn und Salieri schrieben für sie Stücke, die sie zur Uraufführung brachte, bevor sie später eine Blindenschule gründete, um dort Mädchen und junge Frauen in Musik zu unterrichten. Leider sind von ihr nur wenige Kompositionen überliefert; wir wissen aber inzwischen, dass sie mehrere Opern, Lieder, Kammermusiken und vieles mehr geschrieben hat. Grundlage hierfür war ein von ihr entwickeltes Tastalphabet sowie ein Notenbrett, ähnlich einem Setzkasten, in das sie Noten einlegen und so Musik im Wortsinne begreifen konnte. Mit ihrem Tastalphabet bewies sie erstmalig, dass blinde Menschen lernen können, mit den Händen zu schreiben und zu lesen, ein Gedanke, der essenziell für die weitere Blindenpädagogik wurde. Wer mehr über Maria Theresia Paradis wissen will, sei auf die folgenden Homepages verwiesen:
https://www.newmusesproject.com/maria_teresia_von_paradis
https://www.sophie-drinker-institut.de/paradis-theresia
http://www.ma-ha-schulze.de/index.php?menuid=0&reporeid=134.

Faustine Parmantié: Maria Theresia Paradis (1784), Bildquelle Wikipedia.