Hier findet Ihr eine Auswahl bevorstehender Veranstaltungen im weiteren Sendegebiet.

Außerdem informiert Euch x wie raus, das Veranstaltungsmagazin für den Überblick im Untergrund, dienstags bis freitags von 18 - 19 Uhr auf radio x.

05. / 06. / 12. / 13. / 19. / 20. / 26. / 27. Juni 2020 - 20 Uhr

Theater Willy Praml, Waldschmidtstraße 19, Frankfurt-Ostend

Theater

In dem Stück Erreger von Albert Ostermaier geht es um den alltäglichen Wahnsinn und den Alltag des Wahnsinns unserer Geldgesellschaft. Ein Trader gerät urplötzlich in Quarantäne: Der Börsenmakler findet sich in einem hermetisch abgeriegelten Zimmer wieder. Kaum weiß der Mann noch, was Realität, was Fiktion ist. Das Leben ein Börsentraum. Während er unter seiner Schädeldecke die brummenden Wespen der virtuellen Erregung zu spüren vermeint, glaubt er sich von einem Computervirus befallen. Doch man ahnt: Der Mann selbst und seine Lebensweise sind der „Erreger“. Seine Gedanken rennen in einem Monolog um sein Leben.   (rm)

Erreger Willy Praml - Seweryn ZelaznyBilder: Seweryn Zelazny

06. - 28. Juni 2020

saasfee*pavillon, Bleichstraße 66 HH, F-Innenstadt

Ausstellung

Mit einer Vernissage öffnet der saasfee*pavillon wieder am Samstag, den 6. Juni.  2020. Und zwar mit einer Ausstellung des Kunstvereins Mañana Bold. An Exercise in Tenderness zeigt arbeiten von Jan Buchczik, Alexandra Hhojenski, Shana Moulton, Przemek Pyszczek und ein Screening von Charlotte Prodgers.

Der Kunstverein Mañana Bold wechselt nomadisch die Ausstellungsorte und ist nun zu Gast im saasfee*pavillon. Im Wechsel zwischen der Abwesenheit von Körpern und einer Überfülle an außer Kontrolle geratenen Gliedmaßen widmet sich die Ausstellung den Abständen zwischen Nnähe und Distanz in Begegnungen zwischen Mensch und Tier und Mensch und Mensch.

Die Eröffnung wird in kleineren Gruppen stattfinden, daher bitte buchen via saasfeepavillon.de/welcome.  (rm)

saasfee*pavillon - An Exercise in Tenderness

Sonntag, 07. Juni 2020 - 11:00 Uhr

Centralstation, Im Carree 1, Darmstadt

Podiumsdiskussion

Die deutsche Kulturszene liegt durch den Corona-Lockdown komplett danieder. Selbst nach den ersten Lockerungen ist nur wenig vom kreativen Treiben der Künstler*innen hierzulande auf die Live-Bühnen zurückgekehrt. Trotz der Tatsache, dass die Kulturindustrie eine der wertschöpfendsten in Deutschland ist, reichen die Hilfsmaßnahmen der Politik bei Weitem nicht aus, um die Szene vor dem großflächigen Ruin zu schützen.

Wie kann die Kultur in Deutschland gerettet werden? Welche Handlungsspielräume in der Politik müssen kurzfristig und konkret für die Wiederbelebung der Szene genutzt werden? Wer kann dazu beitragen, dass Kultur ein gesellschaftliches Allgemeingut bleibt? Welche finanziellen Aufwendungen braucht es? Wie sehr müssen regionale Unterschiede in der Ausbreitung des Virus’ berücksichtigt werden, um schnellstmöglich an alte Zeiten anknüpfen zu können.

Markus Philipp befragt dazu Angela Dorn (Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst), Jochen Partsch (Därmstadter Oberbürgermeister), Prof. Dr. Petra Gehring (Professorin für Philosophie an der TU Darmstadt), Nicolai Friedrich (Zauberer und Mentalmagier) sowie Stefan Schornstein (Geschäftsführer S-Promotion).  (rm)

 

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Sonntag, 07. Juni 2020 - 11:00 Uhr

Centralstation, Im Carree 1, Darmstadt

Konzerte, Lesungen, Kindertheater, Wanderkino & Comedy

An Kreativität mangelt es den Kulturschaffenden derzeit nicht wirklich. Die Centralstation hat kurzerhand ein Kulturprogramm für weniger als 100 Gäste (je Veranstaltung) aus dem Boden gestampft, um den Ausfall des eigentlich geplanten Sommerprogramms halbwegs zu kompensieren. Lokale und regionale Künstler aus Darmstadt und dem Rhein-Main-Gebiet, die seit März auf Live-Publikum verzichten mussten, treten in der Centralstation auf.

Konzerte, Gespräche, Lesungen, Kindertheater, Wanderkino & Comedy stehen auf dem umfangreichen Programm. Tickets & mehr Infos unter centralstation-darmstadt.de/von-0-auf-100   (rm)

Von 0 auf 100: Kultur für 100 Gäste

Dienstag, 09. Juni - Sonntag, 14. Juni 2020

Online only

Film Festival

Die 20. Nippon Connection findet vom 9. - 14. Juni 2020 statt. Aufgrund der aktuellen Coronabeschränkungen leider nur online. Das weltweit größte Festival für japanischen Film zeigt wieder viele Kurz- und Langfilme aus Japan - begleitet von interaktiven Zusatzangeboten wie moderierten Livestreams und Diskussionsrunden mit Filmemacher*innen.

Das in diesem Jubiläumsjahr etwas ungewöhnliche und reduzierte Programm  findet Ihr auf nipponconnection.com.   (rm)

Nippon Connection 2019

Im Juni 2020

Mousonturm, Waldschmidtstraße 4, Frankfurt-Ostend

Performance-, Diskurs- und Konzertprogramm

Der Mousonturm feierte letztes Jahr sein 30-jähriges Bestehen in der alten Seifen- und Parfumfabrik im Ostend, wo einst unter anderem Crème Mouson produziert wurde. Wie so vieles im Frankfurt der 70er fielen hier bis auf den Turm sämtliche Fabrikgebäude. Ein paar spannende Eindrücke aus der Zeit des Leerstands findet Ihr hier.

Am 29. Dezember 1988 eröffnete der neue Frankfurter Spielort unter der Leitung von Dieter Buroch. Der Mousonturm entwickelte sich rasch zu einer der wichtigsten freien Produktionsstätten. Die S.O.A.P. Dance Company von Rui Horta und die Zusammenarbeit mit vielen anderen Künstlern bilden seine DNA. Die Kooperationen mit anderen Häuser wie dem Hamburger Kampnagel, dem HAU Hebbel am Ufer in Berlin und vielen anderen europäischen und internationalen Häusern werden weiterhin gepflegt.

Auch der Mousonturm ist seit März aufgrund der Coronobeschränkungen vorübergehend geschlossen. Die Künstler*innen des Mousonturm-Netzwerks stehen daher im virtuellen Austausch für neue künstlerische Ideen und Projekte, die Ihr als digitaler Mousonturm DMT auf Euren Screens bestaunen könnt. Das Performance-, Diskurs- und Konzertprogramm gibt es auf äuser präsentiert auf mousonturm.de. (rm)

Mousontur Montage Jörg BaumannBilder: Jörg Baumann

noch bis 11. Oktober 2020

Deutsches Architekturmuseum, Schaumainkai 43, Frankfurt-Sachsenhausen, Di, Do bis So 11–18 Uhr, Mi 11–20 Uhr

Ausstellung

Die Neue Heimat war der größte und bedeutendste nicht-staatliche Wohnungsbaukonzern im Europa der Nachkriegszeit. In einem Zeitraum von über dreißig Jahren hat das Gewerkschaftsunternehmen mehr als 400.000 Wohnungen geplant und ausgeführt. Die Projekte der Neuen Heimat sind sowohl Ergebnis eines einzigartigen Zusammenspiels von wirtschaftlichen Interessen und Politik, als auch Ausdruck und Spiegelbild der bundesdeutschen Sozialgeschichte. Anfang 1982 deckt der Spiegel auf, dass sich mehrere Vorstandsmitglieder der NH persönlich bereichert hatten. Sie hatten über Strohmänner Unternehmen gegründet und sich überteuerte Aufträge zugeschoben. Der symbolische Preis von 1 DM für das einstige DGB-Immobilienunternehmen samt Liegenschaften sorgte in den 80ern für deutschlandweites Unverständnis. Der skandalträchtige Zusammenbruch des Unternehmens markierte das Ende einer Epoche.

Erstmals werden in einer Architekturausstellung die Bauten und Projekte der Neuen Heimat an herausragenden Beispielen analysiert und in historischen Fotografien, Filmproduktionen, Planmaterialien und Originalmodellen präsentiert.   (rm)

Foto: Franz Scheper; Neue Vahr Bremen, 1957-1962 Max Säume, Günter Hafemann  Ernst May, Hans Bernhard Reichow, Alvar Alto, Wolfgang Bilau,  Hans Albrecht Schilling, Karl-August Orf; © Hamburgisches ArchitekturarchivBild: Franz Scheper; Neue Vahr Bremen, 1957-1962 Max Säume, Günter Hafemann, Ernst May, Hans Bernhard Reichow, Alvar Alto, Wolfgang Bilau, Hans Albrecht Schilling, Karl-August Orf; © Hamburgisches Architekturarchiv

Foto: Verwaltungssitz der Neuen Heimat Bayern, 1965–1971 Hans Maurer & Horst Mauder, © Architekturmuseum TUMBild: Verwaltungssitz der Neuen Heimat Bayern, 1965–1971 Hans Maurer & Horst Mauder, © Architekturmuseum TUM

noch bis 16. August 2020

Frankfurter Kunstverein, Markt 44, F-Altstadt

Ausstellung

Der Frankfurter Kunstverein hat unter dem Titel „How to Make a Paradise“ neun KünstlerInnen und Kollektive eingeladen, ein breites Spektrum künstlerischer Projekte zu präsentieren, die sich mit dem menschlichen Wunsch nach digitalem Eskapismus, sowie dem Drang, unsere Fähigkeiten durch den Einsatz von Technologie zu erweitern, auseinandersetzen. Kuratiert von Mattis Kuhn mit der Unterstützung von Franziska Nori, umfasst die Ausstellung multimediale Installationen, digitale Filme und VR-Experiences.

Paradiese klingen nach Erfüllung und Sehnsucht. Nach Ferne und Schönheit, nach Dasein ohne Mühe. Zu jeder Zeit, an jedem Ort sind digitale Gadgets verfügbar. Sie versprechen uns die Ausweitung der Komfortzone. Und sie entführen uns aus dem Hier und Jetzt. Sie nehmen uns mit in Welten, deren Erscheinungsoberflächen sich unseren Wünschen anpassen lassen. Verspielt, nutzerfreundlich und mit dem Klang sanfter Stimmen helfen sie uns mühelos durch den Alltag.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf Anwendungen und Auswirkungen künstlicher Intelligenz. Damit digitale Assistenten auf ein Händeklatschen oder Fingerstreich reagieren, wird der Globus umspannt mit mächtiger Infrastruktur aus Satelliten, unterirdischen Kabeln, Datenbanken und Serverfarmen, die von einer Handvoll globaler Konzerne betrieben werden. Die Leistungen verbrauchen Energie, Rohstoffe und schlechtbezahlte Arbeit, bieten aber den schnellen Zugang zur Erfüllung unserer unmittelbaren Begehren. Künstliche Intelligenz, Robotik und Virtual Reality versprechen eine andere, erweiterte Welterfahrung ohne analoge Last, technisch optimierte Lösungen scheinbar ohne menschliche Fehler.  (rm)

Elisabeth Caravella, Howto, 2014, Ausstellungsansicht Frankfurter Kunstverein 2020, Photo: Norbert Miguletz, ©Frankfurter Kunstverein, Courtesy: the artistBild: Norbert Miguletz, ©Frankfurter Kunstverein, Courtesy: the artist

Dienstag, 11. August 2020, 19 Uhr

Batschkapp, Gwinnerstrasse 5, F-Seckbach

Konzert

Der Gig wurde aufgrund der Coronakrise vom April 2020 auf diesen Termin verschoben. HundredsBild: J. Konrad Schmidt | (rm)

Sonntag, 21. Februar 2021, 20:00 Uhr

Schlachthof, Murnaustraße 1, Wiesbaden

Konzert

….play Darklands, das zweite Album, was ihnen in GB Gold einbrachte. Hört man „The Jesus And Mary Chain“ hat man das Gefühl, dass sie schon immer da waren. So zeitlos wie sie Anfang der 80er anfingen, scheinen sie noch heute. Sicherlich beeinflusst vom Pop der 60er, dem Proto-Punk der Velvets und dem Noise des No-Waves, gelten sie heute als die Wegbereiter des Shoegaze.

Der Gig wurde aufgrund der Coronakrise vom April 2020 auf diesen Termin verschoben. (dp)